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Schlaglichter aus sechs Jahrzehnten Psychotherapie

  • 1946 Gründung des Berufsverbandes Deutscher Psychologen (BDP)
  • 1958 Der Begriff Bevaviour Therapy wird von Wolpe und Eysenck eingeführt.
  • 1963 Die Sektion KLIPS (Klinische Psychologen) wird im BDP gegründet, deren psychotherapeutische Orientierung schulen- und methodenübergreifend ist.
  • 1967 Erste Psychotherapie-Richtlinien: Psychoanalyse und Tiefenpsychologie können über Krankenkassen abgerechnet werden.
  • 1972 Änderung dieser Richtlinien und Einführung des Delegationsverfahrens für Tiefenpsychologie und Psychoanalytische Psychotherapie
  • 1976 Neufassung der Psychotherapie-Richtlinien und Einführung des „allgemeinen“ Delegationsverfahrens.
  • 1978 Erster Referentenentwurf für ein Psychotherapiegesetz scheitert an der Zerstrittenheit der betroffenen Berufsgruppen und den vielen Therapieverbänden.
  • 1980 Einbeziehung der Verhaltenstherapie in die Leistungen der Ersatz-Krankenkassen
  • 1981 Psychotherapie-Manual zur Überwindung psychotherapeutischer Schulen
  • 1982 Das Bundessozialgericht entscheidet, dass Krankenkassen zur Erstattung psychotherapeutischer Leistung durch Diplom-Psychologen verpflichtet sind, wenn eine Kassenleistung nicht zur Verfügung stehe
  • 1983 Das Bundesverwaltungsgericht erklärt die Anwendung des Heilpraktikergesetzes auf Diplom-Psychologen für rechtens, empfiehlt aber alsbald eine bessere Konfliktlösung.
  • 1986 Die Verhaltenstherapie wird auch als Leistung in die übrigen gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen. Der BDP legt einen eigenen Gesetzentwurf über den Beruf des Klinischen Psychologen/Psychotherapeuten vor.
  • 1987: Die Verhaltenstherapie wird Bestandteil der Psychotherapie-Richtlinien.
  • 1990: Eckpunkte für ein Psychotherapeutengesetz durch das Bundesgesundheitsministerium
  • 1993: Gründung des VPP als Sektion des BDP.
  • 1993: Referentenentwurf für Psychotherapeutengesetz. Ablehnung durch den Bundesrat.
  • 1997: Großdemonstration in Bonn für ein PsychThG. Neuer Referentenentwurf.
  • 1998: Verabschiedung des Psychotherapeutengesetzes. Verabschiedung der neuen Psychotherapierichtlinien.
  • 1999: Das Psychotherapeutengesetz tritt in Kraft. Das Gesetz schützt und regelt die Namen Psychologischer Psychotherapeut, Psychologische Psychotherapeutin.
  • Seit 2000: Gründungen diverser Landespsychotherapeutenkammern. Erstes großes Verbändetreffen auf Initiative des VPP. Gründung des Gesprächskreises II als Zusammenschluss von anfangs 35 psychotherapeutischen Verbänden.
  • 2003: Gründung der Bundespsychotherapeutenkammer. 10 Jahre VPP.
  • 2006: Gründung der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer. Entwurf zur Änderung der Psychotherapie-Richtlinien des Unterausschusses Psychotherapie des Gemeinsamen Bundesauschusses. Referentenentwurf Vertragsarztrechtsänderungsgesetz.

Diese Übersicht ist unter Bezug auf die "Geschichte der Psychotherapie-Verordnungen und -Gesetze in Deutschland", Internetpublikation für Allgemeine und Integrative Psychotherapie, zusammengestellt worden.

1.6.2006