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Neue Psychotherapie-Richtlinie: Kostenerstattung

Welche Veränderungen bringt die neue Psychotherapie-Richtlinie für Psychotherapeuten, die in der Kostenerstattung arbeiten? Diese Frage wird immer wieder an den Verband herangetragen. Die Antwort ist stets die gleiche: Aktuell kann das niemand genau sagen. Wir können nur spekulieren.

Keine allgemeingültige Regelung

Oft steckt hinter der Frage nach den Folgen der Reform für Kostenerstatter die leider falsche Annahme, es gäbe in der Kostenerstattung irgendeine allgemein gültige Regelung. Dem ist nicht so. Kostenzusagen in der Kostenerstattung sind stets Einzelfallentscheidungen der jeweiligen Krankenkasse und die Vorgehensweise unterscheidet sich schon jetzt von Kasse zu Kasse und von Fall zu Fall.

Mögliche zukünftige Regelungen

In Zukunft sind verschiedene Regelungen vorstellbar: So ist es möglich, dass die Kassen nichts verändern und – wie bisher meist üblich – einen Bericht anfordern, der dann dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) oder einem Gutachter vorgelegt wird. Es ist allerdings auch denkbar, dass die Krankenkassen in Zukunft verlangen werden, dass der Patient vor Beginn einer Kurzzeittherapie im Rahmen der Kostenerstattung zumindest einen Sprechstundentermin wahrgenommen hat, in dem eine Indikation erstellt wurde. Auch nicht auszuschließen ist, dass die Kassen direkt eine Zusage für eine 12-stündige Kurzzeittherapie erteilen. Oder aber sie orientieren sich an der neugeschaffenen Akutbehandlung und bewilligen diese Stunden.

Das Ende der Kostenerstattung?

Die allgemeine Befürchtung, die Kostenerstattung könnte im Zuge der Reform „sterben“, teilt der VPP nicht. Eher ist anzunehmen, dass durch die Einführung der psychotherapeutischen Sprechstunde noch deutlicher wird, wie wenige reguläre Therapieplätze vorhanden sind bzw. wie viele eigentlich benötigt würden. Insofern könnte die Sprechstunde für die Kostenerstatter letztens Endes sogar positive Konsequenzen haben. Zudem kann die Indikationsstellung in der sogenannten „individuellen Patienteninformation“ indirekt – quasi als (dafür nicht gedachte) Zweitmeinung eines zugelassenen Kollegen – den Kostenerstattungsantrag unterstützen. Und das ist durch die psychotherapeutische Sprechstunde stets zeitnah möglich.

Weiterführende Informationen zum Thema finden interessierte Mitglieder im Beitrag „Terminservicestellen und Kostenerstattung“ von Jan Frederichs, der in der aktuellen Ausgabe von „VPP aktuell“ erschienen ist (vpp.org/mitglieder/vppaktuell/36.pdf).

Zur aktuellen Ausgabe von „VPP aktuell“ mit dem Schwerpunkt „Die neue Psychotherapie-Richtlinie“: www.psychologenverlag.de/Produkte/dCatID/6/pid/616

22.3.2017

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