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VPP-Newsletter April 2007

BERUFSPOLITIK AKTUELL

VPP nimmt Stellung zum Methodenpapier des Wissenschaftlichen Beirats
Die Verfahrensregeln zur Beurteilung der wissenschaftlichen Anerkennung von Methoden und Verfahren der Psychotherapie waren am 12. März Gegenstand der Beratungen des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie. Im Vorfeld hatte der VPP drei namhafte Wissenschaftler um ihre Stellungnahme zur aktuellen Entwurfsfassung gebeten. Vor diesem Hintergrund gab der VPP-Bundesvorstand eine eigene Einschätzung zum so bezeichneten Methodenpapier ab (Stellungnahme). Auf der WBP-Sitzung wurde kein Beschluss gefasst, in einem Schreiben des WBP-Vorstands an den VPP heißt es: "Ihre Anregungen und Kritikpunkte wurden (...) diskutiert und wir werden diese bei den weiteren Beratungen zum Methodenpapier im WBP mit einbeziehen."
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WEITERE NACHRICHTEN

Berichtspflicht gilt weiterhin, doch es besteht Hoffnung auf Änderung
Die Proteste der Psychotherapeuten-Verbände und der Beratenden Fachausschüsse hatten dazu geführt, dass der KBV-Vorstand den Beschluss zur Berichtspflicht wieder zurücknehmen möchte. Zunächst allerdings hat sich der Arbeitsausschuss des Bewertungsausschusses (KBV und Krankenkassen) am 27. Februar auf eine Fortführung der Berichtspflicht geeinigt und die weitere Beratung des Sachverhaltes beschlossen. Nach wie vor besteht Hoffnung, dass die Regelung wieder aufgehoben werden wird. Bis dahin rät der VPP, sich an die Vorgaben zu halten, sich von Patienten erklären zu lassen, ob sie einen Hausarzt oder eine Hausärztin haben und ggfs. den vierteljährlichen Bericht möchten oder nicht. Dieses sollte dokumentiert werden, um die Abrechnung der psychotherapeutischen Leistungen nicht aus formalen Gründen zu gefährden.
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VPP und BDP in OPK gut vertreten
In die Vertreterversammlung der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer (OPK) sind im Wahlkreis Thüringen drei VPP-/BDP-Mitglieder und im Wahlkreis Mecklenburg-Vorpommern zwei VPP-/BDP-Mitglieder gewählt worden. Außerdem sind sechs weitere BDP-Mitglieder aus anderen Sektionen in die VV gewählt und insgesamt sechs VPP- und zwei weitere BDP-Mitglieder fungieren als Ersatzpersonen. Die Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer hatte ihre konstituierende Sitzung am 30. März/1. April.
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Neu erschienen: Tagungsband "Das Unbehagen in der (Psychotherapie-) Kultur"
Das Motiv des Symposiums "Das Unbehagen in der (Psychotherapie-) Kultur", das vom 17. bis 18. März 2006 in Bonn stattfand, war einfach wie nachdrücklich: Es ging um die Überwindung der psychotherapeutischen Schulen und gegen die politischen und wissenschaftlichen Trends einer mehr und mehr empiristischen Psychotherapie. Der Tagungsband enthält außerdem den vollständigen Wortlaut der "Bonner Erklärung".
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NEUES AUS DEN LANDESFACHVERBÄNDEN

LFV Nordrhein-Westfalen hat neuen Vorstand
Der VPP-Landesfachverband NRW hat einen neuen Vorstand: Vorsitzende ist Uschi Gersch, stellvertretende Vorsitzende Gabriele Klaes-Rauch. Beisitzer sind Norbert Häcker und Uli Meier, Beisitzerin ist Ursula Späte.
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LFV Nordrhein-Westfalen: Mitteilung zur KVWL-Plausibilitätsprüfung
Die KVWL hat in ihrem Mitteilungsblatt PLUSPUNKT Nr. 1/ 07 mitgeteilt, dass nach Einführung des EBM 2000plus die Prüfzeit für psychotherapeutische Leistungen (GNRN 35140, 53150, 35200, 35201, 35210, 35220 u. 35221) nach Anhang 3 des EBM 70 min beträgt, obwohl die Leistungslegenden nur eine Behandlungsdauer von mindestens 50 min vorsehen. Die Differenz von 20 min werde mit dem Aufwand für Dokumentation und Vor-und Nachbereitung begründet. Dieser Aufwand falle aber nicht zwingend am Tag der Behandlung an. Deshalb werden bei der KVWL für die Plausibilitätsprüfung nur 50 min Behandlungsdauer als Prüfzeit zugrunde gelegt.Das heißt praktisch: Im Extremfall könnten statt "nur" 10 Sitzungen à 72 min (720 min) tatsächlich 13 GKV-Sitzungen à 52 min durchgeführt werden (676 min). Da wäre dann sogar noch Spielraum für Berichte oder Fragebögen etc.
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PSYCHOTHERAPEUTEN IN AUSBILDUNG

Psychotherapeuten in Ausbildung legen Strategien für Verbandspolitik fest
Die Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) haben sich auf der Vertreterversammlung des VPP Mitte März auf Ziele und Strategien zur Verbesserung ihrer Situation verständigt: Kurzfristig sollte die Tätigkeit von Diplom-Psychologen im Rahmen eines Arbeitsvertrages in einer psychiatrischen Klinik generell anerkannt werden als Praktische Tätigkeit im Rahmen der Ausbildung zum Psychotherapeuten. Zu fordern ist außerdem, dass PiA für den Rahmen ihrer praktischen Tätigkeit einen Ausbildungsvertrag mit Vergütung entsprechend der Forderungen von ver.di, analog TVÖD EG 13 gemäß ihrem Herkunftsberuf als Diplom-Psychologinnen und -Psychologen erhalten. Langfristig verfolgen die PiA und der VPP einen Systemwechsel, der die Veränderung des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen der einzelnen Bundesländer (APrV) zum Ziel hat. Alle PiA, die noch nicht in der PiA-Liste des VPP-BDP erfasst sind, seien aufgerufen, sich unter pia@vpp.org zu melden und aktiv an der Gestaltung der Verbandspolitik mitzuwirken.
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Psychotherapeuten als Studienteilnehmer gesucht
Im Rahmen einer Studie zu den Bedingungen in der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten werden Psychotherapeuten gesucht, die ihre Ausbildung nach den Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen zum Psychotherapeutengesetz absolviert haben.
Mittels einer Online-Befragung werden Daten zu den Rahmenbedingungen der Ausbildung (Ausbildungsdauer, Alter bei Beginn der Ausbildung, Ausbildungskosten, …) erfasst. Die Befragung dauert ca. 15 - 25 Minuten und kann online beantwortet werden.
Zur Befragung

AUSBLICK

10. Deutscher Psychotherapeutentag: Vorstandswahl Bundespsychotherapeutenkammer
Auf dem 10. Deutschen Psychotherapeutentag am 12. Mai in Berlin steht die Wahl des Vorstands der Bundespsychotherapeutenkammer an. Desweiteren werden die Zukunft der  psychotherapeutischen Versorgung in der GKV auf der Grundlage der"Vision 2015", die Weiterentwicklung der Musterweiterbildungsordnung und die Finanzen der Bundespsychotherapeutenkammer mit Erhöhung der Mitgliedsbeiträge diskutiert. Außerdem soll über das Methodenpapier des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie und über den Umgang mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss gesprochen werden. Allesamt wichtige Punkte, die der VPP im BDP konstruktiv kritisch im Auge behalten wird.

Newsletter-Redaktion: Karin Dlubis-Mertens (Tel. 030 - 206 39 90, E-Mail: info@vpp.org)

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