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VPP-Newsletter August 2008

BERUFSPOLITIK AKTUELL

VPP im BDP: Psychotherapie wird zergliedert in Methoden und Techniken
Mit Schreiben vom 24. Juni 2008 hatte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) mitgeteilt, dass der ablehnende Beschluss des G-BA vom 24. April 2008 zur Gesprächspsychotherapie nicht beanstandet wird. Er könne daher in Kraft treten. Die Nicht-Beanstandung wurde jedoch mit folgender Auflage verbunden: "Der Gemeinsame Bundesausschuss hat zu prüfen, ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen die Gesprächspsychotherapie nach Abschnitt B I Nummer 4 der Psychotherapie-Richtlinien indikationsbezogen Anwendung finden kann."
Kommentar des VPP-Bundesvorstands: Die Gesprächspsychotherapie wird also demnächst eine Methode und kann dann von kassenzugelassenen VerhaltenstherapeutInnen und tiefenpsychologischen und analytischen TherapeutInnen indikationsbezogen bei affektiven Störungen angewendet werden. Die Psychotherapie wird zergliedert in Methoden und Techniken. Damit ist das Ziel derjenigen Kreise, die die psychotherapeutischen Verfahren auf die drei jetzigen Richtlinienverfahren einschränken und diesen alle anderen erfolgreichen und wissenschaftlich fundierten Verfahren als Methoden und Techniken (wie eben z.B. die GPT die Hypnotherapie oder die systemische Psychotherapie usw.) unterordnen wollen, einen großen Schritt vorangekommen. Eine Situation, vor der der VPP deutlich gewarnt und auf die er auch die BPtK bei ihrer freudigen Zustimmung zum Schwellenkriterium hingewiesen hatte.
Das BMG sah offenbar rechtlich keine Möglichkeit, einen Beschluss zu beanstanden, bei dem ein Gremium, das nicht mit WissenschaftlerInnen besetzt ist, über den medizinischen Nutzen eines Psychotherapieverfahrens anhand der Bewertung von wissenschaftlichen Studien befindet mit einem Ergebnis, das dem hochkarätiger wissenschaftlicher Experten und auch internationaler Positionen widerspricht. Zudem kann bei diesem Gremium ein ökonomisches, außerfachliches z.T. auch in Konkurrenz zur psychologischen Psychotherapie stehendes Interesse nicht ausgeschlossen werden.
Das BMG sah sich ebenfalls nicht in der Lage zu beanstanden, dass dieses Gremium sich anmaßte, eine eigenwillige Definition der Gesprächspsychotherapie ihrer Bewertung zugrunde zu legen, die mit der Definition der Profession und des Wissenschaftlichen Beirats nicht übereinstimmt. Es ist leider auch nicht von der Hand zu weisen, dass dies auch im Sinne zumindest von Teilen des BMG ist (s. seine Einlassungen zum Methodenkonzept des G-BA).
Nun ist der Weg für die weitere gerichtliche Auseinandersetzung um eine sozialrechtliche Anerkennung der GPT als Verfahren frei.
Artikel

WEITERE NACHRICHTEN

VPP im BDP: Einträge im Portal "arzt-auskunft" überprüfen
Der VPP im BDP weist darauf hin, dass die "Stiftung Gesundheit" unter der web-Adresse http://www.arzt-auskunft.de ein Portal anbietet, mit dessen Hilfe nicht nur eine Arzt- und Psychotherapeutensuche nach Ort und Schwerpunkten möglich ist, sondern bei dem auch Patienten-Bewertungen zu den einzelnen Ärzten und Psychotherapeuten hinterlegt werden können, ohne dass zuvor das Einverständnis des jeweiligen Behandlers abgefragt würde. Der Verband Psychologischer Psychotherapeuten hält dies für ein problematisches Vorgehen und fordert seine Mitglieder auf, die Einträge in dieser Datei zu überprüfen und bei Nicht-Einverständnis eine Mitteilung an den Vorstand der Stiftung zu richten.
Aus Sicht des VPP im BDP stellt dieses Portal keine zusätzliche Serviceleistung dar, da auch in den Datenbanken der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigungen sämtliche KV-zugelassenen Psychotherapeuten mit Praxisadressen und Spezialisierungen verzeichnet sind.
Auskünfte zu Psychotherapeuten sind außerdem zu finden beim Psychotherapie-Informations-Dienst (PID) der Deutschen Psychologen Akademie des BDP und bei der Arbeitsgemeinschaft "psych-info" der Psychotherapeutenkammern.

NEUES AUS DEN LANDESFACHVERBÄNDEN

Landespsychotherapeutentag am 11. Oktober in Hannover
Der Landespsychotherapeutentag 2008 des VPP-Landesfachverbandes Niedersachsen findet am 11.Oktober von 10.30 bis 17.30 Uhr im Hanns-Lilje-Haus, Knochenhauerstr. 33, Hannover, statt. Nach der Mitgliederversammlung des VPP-LFV von 10:30 bis 13 Uhr wird von 14 bis 17:30 Uhr eine Fortbildung unter dem Thema: "Methoden der Energetischen Psychotherapie" angeboten. Referent ist Christof Eschenröder.

LFV Niedersachsen: Rundbrief für Zugelassene
Der VPP-Landesfachverband Niedersachsen hat einen Rundbrief für Zugelassene herausgegeben, der sich mit folgenden Themen befasst:
1. Widerspruchstext 1. Quartal 2008
2. Bessere Honorierung von Berichten für LZT u. Verlängerung bei Privatkassen
3. Honorargerechtigkeit und Arbeitsbelastung. Darstellung des Kollegen Dikomey
4. Altersgrenze für Ärzte soll gekippt werden
5. Forum auf den Seiten des VPP unserer Homepage
6. VPP-LandespsychotherapeutInnentag am 11.10.2008

LFV Baden-Württemberg: Mitgliederversammlung 11. Oktober
Der VPP-Landesfachverband Baden-Württemberg lädt alle VPP-Mitglieder in BW am Samstag, den 11. Oktober, zur Mitgliederversammlung in Stuttgart ein. Genauere Angaben zu Ort, Zeit und Programm werden in Kürze auf der VPP-Homepage veröffentlicht.

AUSBLICK

Orientierungspunktwert soll Ende August feststehen
Nächstes Etappenziel im engen Zeitplan zur Neuordnung der vertragsärztlichen Vergütung: Zum 31. August 2008 sollen Orientierungspunktwerte, Morbiditätsmessung sowie ein Verfahren zur Berechnung und Anpassung von Regelleistungsvolumen festgelegt werden. Bis dahin wünscht der VPP-Bundesvorstand allen Lesern des Newsletters erholsame Sommerferien zum "Aufladen" von Kraft und Energie für den Rest des Jahres.

Newsletter-Redaktion: Karin Dlubis-Mertens (Tel. 030 - 206 39 90, E-Mail: info@vpp.org)

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