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VPP-Newsletter Dezember 2011

BERUFSPOLITIK AKTUELL

Bundesweiter PiA-Aktionstag mit über 1.000 Psychotherapeuten in Ausbildung
Berlin / Wiesbaden / Köln. Am Donnerstag, den 8. Dezember, gingen bundesweit über 1000 PiA (Psychologische PsychotherapeutInnen und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen in Ausbildung) auf die Straße, um gegen die prekären Bedingungen und die finanzielle Schieflage während der Ausbildung zu demonstrieren. Allein auf der größten Demo in Berlin beteiligten sich ca. 450 am Protest, in Köln und Wiesbaden demonstrierten ebenfalls mehrere hundert PiA. Darüber hinaus gab es Solidaritätsveranstaltungen in weiteren Städten, u.a. in Hamburg und Nürnberg. Wie der VPP-Bundesvorstand die Perspektiven für den PiA-Protest sieht, ist hier nachzulesen: www.vpp.org/meldungen/11/111219_pia.html

Endlich neuropsychologische Hilfe auch ambulante Kassenleistung
Pro Jahr erkranken in Deutschland ca. 550.000 Menschen an einer neurologischen Erkrankung oder erleiden Unfallschäden, die zu Beeinträchtigungen der Gehirnfunktionen führen. Ungefähr ein Zehntel dieser Patientengruppe bedarf einer ambulanten Versorgung. Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen nun die Kosten für eine ambulante neuropsychologische Therapie. Zuvor mussten viele Patienten mit Hirnerkrankungen oder -schädigungen zur Behandlung in eine Klinik. Der VPP begrüßt diese Neuerung ausdrücklich. Am 24.11.2011 wurde dies im Gemeinsamen Bundesausschuss beschlossen. Der Beschluss bedarf noch der Genehmigung durch das Bundesgesundheitsministerium und zwischen KBV und Krankenkassen muss noch über die Vergütung verhandelt werden. Für Neuropsychologen eröffnet sich hier ein interessantes Tätigkeitsfeld in der vertragsärztlichen Behandlung. Die G-BA-Richtlinie sieht ein zweistufiges Vorgehen vor. Ein Neurologe oder Psychiater stellt zunächst die Schädigung oder Erkrankung fest. Die Indikation und Behandlung für die neuropsychologische Therapie kann von Psychotherapeuten, Psychiatern oder Neurologen erbracht werden, die neben der Fachkunde in Richtlinienverfahren über eine Qualifikation im Bereich Klinische Neuropsychologie gemäß der Weiterbildungsordnung der jeweiligen Landespsychotherapeutenkammer verfügen.
www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/418/

WEITERE NACHRICHTEN

VPP unterstützt Petition zur Bedarfsplanung für PsychotherapeutInnen
Der VPP unterstützt Aktivitäten von jungen KollegInnen, die sich für eine bessere psychotherapeutische Versorgung einsetzen – neben den PiA auch ‚frisch‘ Approbierte, die trotz des bestehenden PsychotherapeutInnenmangels keinen Kassensitz erhalten.
Ein Kollege aus Bielefeld hat eine ePetition auf den Weg gebracht, in der die Neuberechnung der Verhältniszahlen von PsychotherapeutInnen pro Einwohner gefordert wird, auf die wir an dieser Stelle hinweisen und ihr viel Erfolg wünschen! https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=21194
www.vpp.org/meldungen/11/111202_petition.html

AVP-Symposium zum Thema „Therapeutische Passung“
Unter dem Titel "Therapeutische Passung" veranstaltet die AVP (AVP - Arbeitsgemeinschaft Ausbildungsinstitute und VPP für wissenschaftlich begründete Psychotherapieausbildung) ihr zweites Symposion am 17. März 2012 in Berlin. Die Qualität der psychotherapeutischen Beziehung ist maßgebend für den Behandlungserfolg. Die Passung von Therapieform, Therapeut und Patient bestimmen das Zustandekommen einer tragfähigen psychotherapeutischen Arbeitsbeziehung. Nähere Informationen finden Sie hier: www.vpp.org/avp/110502_symposium.html . PiA und Studenten der Psychologie sind von der Anmeldegebühr befreit (entsprechende Nachweise sind beizufügen).

Elektronische Gesundheitskarte
Zur Zeit werden Versicherte von ihren Krankenkassen angeschrieben mit der Frage, ob sie freiwillig die elektronische Gesundheitskarte beantragen möchten. Dazu möchte der VPP nochmal auf die Informationsschrift des ehemaligen Datenschutzbeauftragten im BDP hinzuweisen, die im ABC des VPP-Mitgliederbereichs zur Verfügung steht: www.vpp.org/mitglieder/abc.html

BDP unterstützt „Gemeinsame Erklärung“ gegen Vorratsdatenspeicherung
Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) unterstützt die „Gemeinsame Erklärung zum sechsjährigen Bestehen der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung“, die am 14. Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
www.bdp-verband.de/aktuell/2011/111214_erklaerung.html

Zum Tod von Horst-Eberhard Richter
Horst-Eberhard Richter ist tot. Er starb am 19. Dezember 2011 im Alter von 88 Jahren in Gießen, wo er bis zuletzt an einem weiteren Buch gearbeitet hat: über Bergsteigerei und Zermatt. Der renommierte Arzt und Psychoanalytiker, Vorreiter für eine politisch verstandene Psychoanalyse, war ein Kopf der deutschen Friedensbewegung und Mitbegründer des deutschen Zweigs der Organisation „Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs“. Aber auch im Kleinen engagierte er sich: für das einstige Obdachlosenviertel in Gießen sorgten er und seine Frau Bergruen für soziale Angebote. Richters Hoffnung war stärker als die Verzweiflung, schreibt die Frankfurter Rundschau am 22.12.2011. Die Menschen müssten „die Kraft zur Abscheu gegen Unmenschlichkeit“ bewahren, habe Richter in einem der letzten Interviews gesagt. „Sie muss wachsen bei den Menschen, auch in der Politik.“ Die Welt und die Psychotherapie verlieren einen inspirierenden Kämpfer für Frieden und Gerechtigkeit.
www.uni-giessen.de/cms/ueber-uns/pressestelle/pm/pm335-11

PSYCHOTHERAPEUTEN IN AUSBILDUNG

BDP-Pressemitteilung: Schluss mit der Ausbeutung der Psychotherapeuten in Ausbildung
Honorierung und Status der Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) müssen endlich geklärt werden. Das fordern die PiA jetzt bundesweit bei einer Aktionswoche, die sich gegen die unhaltbaren Zustände wendet. „Wir PiA haben ein fundiertes wissenschaftliches Studium der Psychologie, Pädagogik oder Sozialpädagogik abgeschlossen und erhalten während der praktischen Tätigkeit im Rahmen der Ausbildung zum Psychotherapeuten sehr wenig oder gar keine Entlohnung. Dabei leisten wir vollwertige und qualifizierte Arbeit. Das ist unwürdig und unhaltbar“, sagte in Berlin der Sprecher der Bundeskonferenz PiA Dipl.-Psych. Robin Siegel. Unterstützung bei der bundesweiten Aktion erhalten die PiA von der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), dem Verband Psychologischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im BDP e.V. (VPP) und der Gewerkschaft ver.di.
Gerade auch angesichts des zunehmenden Bedarfs psychotherapeutischer Versorgung der Bevölkerung „ist es völlig unverständlich, dass von Seiten der Politik hier keine verbindlichen und angemessenen Regelungen geschaffen werden“, sagte die stellvertretende Bundesvorsitzende der DPtV, Dipl.-Psych. Barbara Lubisch, anlässlich des Protestes. „Die PiA verdienen in dieser Situation unsere Solidarität“, bekräftigte die Bundesvorsitzende des VPP, Dipl.-Psych. Eva Schweitzer-Köhn. „Ohne angemessene Vergütung können sich die PiA ihrer verantwortungsvollen Arbeit nicht vollständig widmen, sondern müssen mit anderer Erwerbstätigkeit ihren Unterhalt sichern, das ist unhaltbar“, sagte Gerd Dielmann von ver.di.
www.bdp-verband.de/bdp/presse/2011/27_pia.html

Der VPP-Bundesvorstand wünscht frohe Weihnachten und alles Gute für das Jahr 2012. Diesen Grüßen - verbunden mit herzlichem Dank für die gute Zusammenarbeit - schließt sich Karin Dlubis-Mertens an, die vor über acht Jahren die Öffentlichkeitsarbeit für den VPP übernommen hat und diese nun aus beruflichen Gründen zum Ende des Jahres niederlegt.

Newsletter-Redaktion: Karin Dlubis-Mertens
(Tel. 030 - 206 39 90, E-Mail: info@vpp.org)

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