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VPP im BDP in den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV)

Zur Erläuterung: "Die KV"

Sozialrechtlich zugelassene Psychologische PsychotherapeutInnen sind Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigungen, einer Selbstverwaltung, die mit den Krankenkassen (ebenfalls Körperschaften öffentlichen Rechts) Verträge aushandelt, nach denen das Geld für die gesundheitliche Versorgung zur Verfügung gestellt, zum Wohl der Versicherten angemessen und gerecht verteilt und die gesundheitliche Versorgung der Versicherten sichergestellt wird.

Psychologische PsychotherapeutInnen bilden zusammen mit den Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und den psychotherapeutisch tätigen ÄrztInnen eine Arztgruppe in der KV, die sich mit ihren besonderen Bedürfnissen gegenüber den anderen Arztgruppen angemessen vertreten und durchsetzen muss. Angestellte Psychologische Psychotherapeuten mit nachgewiesener Fachkunde sind, sobald sie im Arztregister eingetragen sind, außerordentliche KV-Mitglieder.

Viele haben es gemerkt: Die sozialrechtliche Zulassung ist kein Gewinn.

Ständig fallende Punktwerte, abenteuerliche Rechenkunststücke, um höchstrichterliche Rechtsprechung zu unterlaufen, Anfeindungen durch "alte" KV-Mitglieder, Missachtung psychologischer Notwendigkeiten zur Durchführung effektiver Therapie. Diagnostik, Supervision, Anamneseerhebung, Mitbehandlung von Bezugspersonen, Berichte werden so schlecht bezahlt, dass man sie getrost bei der Quartalsabrechnung vergessen kann. Viele von uns erleben das PTG und die sozialrechtliche Anerkennung als Pyrrhussieg.
Doch: Es sind nicht "die von der KV", sondern wir sind Mitglieder der KV; wir finanzieren sie; die KV ist unsere Dienstleistungseinrichtung.

Der VPP, in dem Psychologische PsychotherapeutInnen aller Richtungen Mitglieder sind, ehemalige Delegationspsychologen ebenso wie PsychologInnen, die im Kostenerstattungsverfahren gearbeitet haben oder noch arbeiten, kann für alle Psychologischen PsychotherapeutInnen in den KVen eintreten. Er hat im Unterschied zu anderen Verbänden ein klares Verbandsprofil: Der VPP steht für die psychologische Ausrichtung der Psychotherapie.

In der Arbeit in den Vertreterversammlungen, den Vorständen und den Ausschüssen der KVen treten wir ein für:

Damit diese Ziele im "Haifischbecken" der KV (Zitat eines ärztlichen Kollegen), das von Interessengruppen und Verwaltungsschwerfälligkeit geprägt ist, erreicht werden können, bedarf es der starken Lobbyarbeit eines großen, einheitlichen Berufsverbandes der Psychologischen PsychotherapeutInnen, eben der des VPP im BDP. Fachverbände mit ihren unterschiedlichen Zielsetzungen der jeweiligen Therapierichtung können dabei Partner sein, nicht aber für die Belange der Psychologischen Psychotherapie umfassend und wirkungsvoll eintreten.

Nur die Hälfte aller approbierten und zugelassenen KollegInnen hat die Notwendigkeit einer starken berufspolitischen Vertretung vor Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes erkannt. Schwerwiegende Schwächen des Gesetzes und seiner Umsetzung haben auch mit der Schwäche und Zersplitterung der Verbände zu tun. Jetzt ist die Interessenvertretung der Psychologischen Psychotherapeuten in Kammer und KV sowie in der Tarifpolitik gefragt.

Die Gefahr der ärztlichen Dominierung und Definition der Psychotherapie ist groß. Die Gefahr, dass Psychotherapie als psychologische Leistung, als ganzheitliches, wirkungsvolles Heilverfahren auf der Strecke bleibt, wächst.

Die Arbeit der "Partei" der Psychologischen PsychotherapeutInnen, des VPP im BDP, muss neben Kammerbeitrag und KV-Gebühr bezahlt werden. Die Berufs-"Partei" bekommt keinen Zuschuss nach Zahl der Wählerstimmen zu KV und Kammer wie die politischen Parteien nach der Bundestagswahl. Und doch hat der VPP in Kammer und KV die gleiche Aufgabe, nämlich politische Gestaltung und Interessenvertretung der psychologischen Psychotherapeuten.

Dazu braucht der VPP eine starke und aktive Mitgliedschaft, die ihn bei seiner Arbeit in Kammern und KVen unterstützt.

Dr. Helga Schäfer
Vorsitzende des VPP im BDP e. V.

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