Startseite
TwitterTwitter

Kontakt

Mitgliederservice

VPP-Mitglied werden

Honorarwiderspruch

Telematik

VPP Newsletter

Fortbildungen

Praxisbörse für Mitglieder

Jobbörsen

Login für den Mitgliederbereich:

Mitgliedsnummer:

Passwort:
(Geburtsdatum TT.MM.JJJJ)

Niederösterreich: Ab 1. Juli: Psychotherapie auf Krankenschein

Aus einer Meldung der Berliner Blätter für Psychoaanalyse und Psychotherapie:

Ab 1. Juli 2003 wird es in Niederösterreich Psychotherapie auf Krankenschein geben.
Zum Psychotherapeuten "mit Kassenvertrag" kann man über den Hausarzt zugewiesen werden, man bekommt aber auch Auskunft über die beiden als Vertragspartner eingebundenen Verbände (NÖ Gesellschaft für Psychotherapeutische Versorgung ­ NGPV bzw. Verein für Ambulante Psychotherapie ­ VAP), die jeweils eine Hotline eingerichtet haben.
NGPV: 0664 ­ 526 11 37
VAP: 01 ­ 402 56 96

Mit durchaus wirtschaftlichen Hintergründen, erläutert der Obmann der NÖ Gebietskrankenkasse (NÖGKK) Gerhard Hutter: "Der Druck und die Belastungen am Arbeitsplatz, wie Mobbing oder Kündigungen, nehmen zu. Aber viele Betroffene konnten keine Hilfe in Anspruch nehmen, weil sie sich eine teure Therapie einfach nicht leisten konnten."

Deshalb spricht auch NÖGKK-General Konrad Köck von einem "Meilenstein" in der Gesundheitsversorgung für Niederösterreich, dass die Psychotherapie aus dem Bereich der Zwei- Klassen-Medizin herausgeholt werden kann. Die NÖGKK hat mit rund 130 Psychotherapeuten, für die entsprechende Qualitätsstandards festgelegt wurden, einen Vertrag abgeschlossen. "Wir haben für das zweite Halbjahr 2003 rund 24.000 Behandlungseinheiten zu einer Pauschalsumme von rund 1,2 Millionen Euro eingekauft", sagt Köck. Das Vertragsmodell wurde mittlerweile auch von den Sozialversicherungsanstalten der Bauern, der gewerblichen Wirtschaft und der öffentlich Bediensteten übernommen.

Natürlich sei das ein zusätzlicher Kostenfaktor im ohnehin überlasteten Budget, aber, so Hutter, "wir wissen, dass viele Menschen diese Leistungen brauchen, um wirklich gesund zu werden." Außerdem kalkuliert die NÖGKK damit, dass ein Teil der entstehenden Kosten durch einen deutlichen Minderaufwand bei teuren Psychopharmaka wieder hereinkommt.

Für die Psychotherapie wird es ein spezielles Bewilligungsverfahren geben, "weiters ist eine ärztliche Bestätigung vor der zweiten Sitzung notwendig. Wir wollen ausschließen, dass eine andere, körperliche Erkrankung, übersehen wird", sagt Martina Amler, stellvertretende Direktorin der NÖGKK. Sie hat den Vertrag mit den Psychotherapeuten ausgehandelt. Darin ist auch eine Deckelung mit 25 Wochenstunden pro Therapeut festgeschrieben. Einen möglichen Missbrauch von Patientenseite erwartet auch Psychotherapeutin Inge Bolen nicht. "So eine Therapie ist ja nicht lustig und sie kostet den Patienten vor allem viel Zeit". Es sei viel einfacher, ein Pulverl zu schlucken, berichtet sie aus ihrer Erfahrung. Bei der NÖGKK rechnet Konrad Köck in Zukunft mit einem Jahresbedarf von rund 80.000 Behandlungseinheiten. Studien hätten ergeben, dass etwa fünf Prozent der Bevölkerung einen Psychotherapeuten in Anspruch nehmen.

-au- Internet-Info: NÖ Gebietskrankenkasse

IMPRESSUM | DATENSCHUTZ