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Steuerermäßigung gem. § 34 Abs. 1 EStG

bei Nachvergütung für die Jahre 1993 bis 1998

Sofern Psychotherapeuten auf Grund der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes für die Vergangenheit Nachzahlungen erhielten, wurde dieser erfreuliche Umstand durch die im Zuflussjahr eintretende Steuerprogression leider getrübt. Jetzt machte der Regionalgruppensprecher der VAKJP in Nord-Württemberg, Uwe Keller, darauf aufmerksam, dass z.B. das Finanzamt Tübingen in derartigen Fällen § 34 Abs. 1 EstG anwendet, der eine Steuerminderung für außerordentliche Einkünfte vorsieht; dazu gehören nach § 34 Abs. 2 Nr. 4 auch "Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten" (ob darunter auch Einnahmen aus freiberuflicher Tätigkeit fallen, ist allerdings nicht unumstritten).

Voraussetzung für einen entsprechenden Antrag ist, dass der Einkommensteuerbescheid für das Kalenderjahr, in dem die KV die Nachvergütung ausbezahlt hat, noch nicht bestandskräftig geworden ist oder etwa noch gar nicht vorliegt.

Allerdings sollte man sich hinsichtlich der Höhe der möglichen Steuerermäßigung keinen Illusionen hingeben. In § 34 Abs. 1 Satz 2 EstG heißt es in schönstem Steuerdeutsch:

"Die für die außerordentlichen Einkünfte anzusetzende Einkommensteuer beträgt das Fünffache des Unterschiedsbetrages zwischen der Einkommensteuer für das um diese Einkünfte verminderte zu versteuernde Einkommen (verbleibendes zu versteuerndes Einkommen) und der Einkommensteuer für das verbleibende zu versteuernde Einkommen zuzüglich eines Fünftels dieser Einkünfte."

Diese Regelung führt - ohne Gewähr (ich bin kein Steuerberater) - bei Anwendung der Grundtabelle z.B. zu einer Steuerermäßigung von 120 €, wenn sich das "normale" zu versteuernde Einkommen im Jahr 2002 auf 50.000 € belief und die in 2002 ausgezahlte Nachvergütung 10.000 € betrug. Die Steuerersparnisse sind aber um so größer, je höher die Nachvergütung war. Betrug sie im vorstehend erwähnten Beispielsfall 25.000 €, errechne ich eine Steuerermäßigung von 275 €.
Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Steuerberater!

RA Holger Schildt
25.07.2003

Übernommen von der Website der DGTV, 7.10.2003

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