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Diagnosenverschlüsselung: ICD-10-GM verpflichtend

Diagnosenverschlüsselung: Neue Version ICD-10-GM 2004 ab Januar 2004 auch für Psychotherapeuten verpflichtend

Ab Januar 2004 gilt für die Diagnoseverschlüsselung eine neue Version der ICD-10, genannt ICD-10-GM 2004 (GM = German Modification). Sie löst die im ambulanten Bereich benutzte ICD-10-SGB-V 2.0 ab. Grund für die Einführung dieser neuen Version war die Absicht des Gesetzgebers, die Diagnosen im ambulanten und stationären Bereich einheitlich zu verschlüsseln, um gerade an den Schnittstellen von stationär und ambulant zu Einheitlichkeit und Transparenz beizutragen.

Vorgegeben hat die Einführung der neuen ICD-Version der Gesetzgeber durch eine Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit und soziale Sicherung (BMGS), die am 11.10.2003 amtlich bekannt gemacht wurde.

Die wesentlichen Neuerungen für den vertragspsychotherapeutischen Bereich sind:

Jeder verschlüsselten Diagnose muss ein Kennzeichen für die Diagnosensicherheit angefügt werden. Als neuer Wert kommt "G" für "gesicherte Diagnose" hinzu. Damit gibt es die folgenden vier Zusätze:

V: Verdacht auf/Ausschluss von
Z: Zustand nach
A: ausgeschlossene Diagnose
G: gesicherte Diagnose

Der Minimalstandard ist nicht mehr erlaubt: die Punkt-Strich-Notationen entfallen ab 1.1.2004. Beispiel: Statt F91.- ist jetzt etwa F91.9 anzugeben.

Die Änderungen betreffen in erster Linie die Quartalsabrechnung und die Antragstellung von genehmigungspflichtigen psychotherapeutischen Leistungen bei den Krankenkassen.

Von den geschilderten Änderungen dürften viele Praxen von Vertragspsychotherapeuten betroffen sein, da der (Dauer) Diagnose bisher überwiegend keine Diagnosensicherheit zugeordnet war und der Wert „G" nicht automatisch zugefügt werden darf. Darüber hinaus könnte auch der ICD-10-Schlüsselwert selbst ungültig geworden sein, besonders bei bisheriger Anwendung des Minimalstandards. Unser Rat: Überprüfen Sie möglichst schon beim ersten Kontakt im Quartal die für den Patienten hinterlegten Diagnosen. Auch Psychotherapeuten, die noch manuell abrechnen, müssen die von ihnen bisher benutzten ICD-10-Schlüsselwerte überprüfen.

[ Der ICD-10 GM 2004 im Internet ]

13.1.2004

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