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Hausarztmodell keine Lösung für die Praxisgebühr

Keine Lösung erscheint uns die in den vergangenen Tagen bekannt gewordenen Absichten einiger Kassen, auf die Praxisgebühr ganz oder teilweise zu verzichten, wenn ihre Versicherten einem Hausarztmodell zustimmen, da dadurch das im PsychThG festgelegte Erstzugangsrecht der PsychotherapeutInnen ausgehebelt würde. Nach einer Umfrage nutzen bisher ca. 80 % aller PatientInnen diesen Direktzugang zur Psychotherapie, und suchten erst nach probatorischen Sitzungen zur Abklärung der Indikation für eine psychotherapeutische Behandlung konsiliarisch den Hausarzt oder Facharzt zur Abklärung der somatischen Befunde auf. Durch Überweisung kamen nur jeweils 15% Fachärzte (vorwiegend Frauenärzte) und 5 % Hausärzte in die Behandlung.

Deshalb ist zu befürchten, dass durch ein Hausarztmodell den psychisch kranken Menschen der Weg zur Psychotherapie erschwert wird, und damit auch insgesamt eine Schlechterstellung der Versorgung von psychisch kranken Menschen nach sich zieht. Denn viele Untersuchungen belegen, dass gerade der psychisch kranke Mensch oft erst nach 5-6 Jahren Behandlung - häufig chronifiziert - über viele Umwege eine psychotherapeutische Behandlung aufnimmt.

Der VPP im BDP tritt deshalb dafür ein, den Erstzugang der Patienten zur Psychotherapie nicht zu erschweren damit für diese Patientengruppe frühzeitig eine Indikation erstellt werden, und eine Behandlung der Störung vor einer Chronifizierung eingeleitet werden kann. In Briefen an das Bundesgesundheitsministerium sowie in mehreren Gesprächen mit Verantwortlichen und einer Reihe von Pressemitteilungen hat der VPP im BDP seine Position offensiv vertreten und sich öffentlichkeitswirksam für die Psychotherapeuten und ihre Patienten stark gemacht.

Helga Schäfer
Bundesvorsitzende des VPP

27.1.2004

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