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Europaweite Anerkennung von Berufsqualifikationen

Neues aus dem Europaparlament

Am 11.5.2005 hat das Europarlament (EP) in zweiter Lesung einen Kompromissvorschlag zur der Richtlinie zur Anerkennung von Berufsqualifikationen beschlossen. Ein Trilog zwischen EP, Kommission und Rat hat stattgefunden, so dass die Verabschiedung der gefundenen Kompromisse in einer der nächsten Ratssitzungen nach der Sommerpause mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist.

Wesentliche Ergebnisse des Kompromisses:

1. Der in den ersten Entwurf von interessierten Kreisen lancierte Änderungsantrag ( Antrag 128, Anhang Va neu) zur europaweiten Regelung des Psychotherapeuten nach dem exotischen österreichischen Vorbild des Psychotherapeuten als weitgehend voraussetzungslosen und daher nicht akademischen unterfütterten Ausbildungsberuf ist nicht mehr enthalten. Im anstehenden politischen Prozess der Verabschiedung durch den Rat oder der Durchführung eines Vermittlungsverfahrens kann der vorgenannte Anhang Va zu dem Beruf Psychotherapeut/in nicht mehr hineinkommen.

2. Das qualification hopping ist eingeschränkt: die Umgehung des Niveaus im Herkunftsland durch eine Anerkennung der Berufsausübungsberechtigung im Nachbarland mit geringerem Niveau und eine damit verbundene Forderung der nachfolgenden Anerkennung im Herkunftsland bezogen auf das Berufsbild explizit ausgeschlossen werden. (Abänderung 33).

3. Die Bildung von Plattformen zur Erleichterung gegenseitiger Anerkennung auf Basis eines gemeinsamen Standards ist möglich. Der Vorschlag zur Bildung einer solchen Plattform kann der Kommission durch Berufsverbände und -organisationen, die europäisch oder national repräsentativ sind, vorgelegt werden. Der weiteren Entwicklung der Disziplin und der EFPA als Repräsentant von 180.000 Psychologen in Europa sind damit interessante Möglichkeiten eröffnet.

4. Es gibt fünf Ausbildungsniveaus im aktuellen Entwurf der Richtlinie, das höchste beträgt nun mindestens vier Jahre plus ggf. eine zusätzliche berufliche Ausbildung. Die gefundene Formulierung kann im Kontext des europäischen Psychologendiploms, das einen Anteil supervidierter Praxis enthält, jedoch gut genutzt werden. Andererseits konnte die Forderung eines Niveaus von über vier Jahren gegenüber der Ratposition, das höchste bei drei Jahren anzusiedeln, nicht durchgesetzt werden. Damit ergibt sich nach Verabschiedung und dem vermutlichen Ablauf der Umsetzungsfrist Ende 2007 das europarechtliche Erfordernis Ausbildungen im Umfang von 3 Jahren (Bachelor) aus dem Herkunftsland solchen im Umfang von mehr als vier Jahren im Zuzugsland gleichzustellen.

Den noch nicht konsolidierten Text des Änderungsvorschlages des EP vom 11.5.2005 (PDF, 2,4 MB).

Den konsolidierten Text der vollständigen Richtlinie und finden Sie in absehbarer Zeit unter:
www.europa.eu.int/prelex/detail_dossier_real.cfm?CL=de&DosId=172279

22.5.2005

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