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Bewertungsausschuss: Doppelsitzungen können abgerechnet werden

Ab 1. Oktober können nach einem aktuellen Beschluss des Bewertungsausschusses Doppelsitzungen bei allen drei Richtlinienverfahren abgerechnet werden – im Rahmen einer Verhaltenstherapie auch drei- bis vierstündige Sitzungen, sollte z.B. eine Konfrontations- oder Reizexpositionsbehandlung erforderlich sein. Damit ist die fachlich nicht plausible Beschränkung auf einstündige Behandlungseinheiten, wie sie im neuen EBM vorgesehen war, ad acta gelegt. Die Änderungen wurden im Deutschen Ärzteblatt, Heft 33, S. 2197, veröffentlicht.

In den Psychotherapierichtlinien sei die Möglichkeit vorgesehen, "ggf. einen Abschnitt der Psychotherapie in einer höheren Wochenfrequenz durchzuführen, um eine größere Effektivität der Therapie zu gewährleisten." (Psychotherapierichtlinien, Abschnitt B, II, 7.), schreibt die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung in einer Meldung zu dem Beschluss. Diese beziehe sich in der Verhaltenstherapie vorwiegend auf die sog. "Konfrontationsbehandlung" bzw. "Reiz-Expositionsbehandlung" bei bestimmten Krankheitsbildern, vorwiegend bei Angst- und Zwangsstörungen. Dieses Verfahren, das in einer mehr oder weniger abgestuften direkten Konfrontation mit der Angst oder Zwang auslösenden situativen Bedingung besteht, sei inzwischen Standardbehandlungsmethode bei diesen Störungen.

Die Beschränkung im neuen EBM auf einstündige Behandlungszeiten ist durch den Beschluss des Bewertungsausschusses korrigiert. Zu beachten ist, dass die Abrechnung von Doppel- und Mehrfachsitzungen nach den Psychotherapievereinbarungen begründungspflichtig ist, wenn die Behandlung außerhalb der Praxis stattfindet (§ 11 Abs. 14). Dabei genügt ein Hinweis im Begründungsfeld des Antragsformulars PTV 2 und beim Gutachterverfahren zusätzlich im Bericht an den Gutachter.

In der GOÄ/GOP dagegen bleibt es weiterhin bei der Beschränkung auf 50-minütige Einzelsitzungen.

Der Bewertungsausschuss hat außerdem eine Mindestzeit bei der Hypnose von 15 Minuten beschlossen.

6.9.2006

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