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Vergabe von Antidepressiva in psychotherapeutisches Konzept einbinden

VPP-Leserbrief an den SPIEGEL

Eine Veröffentlichung im SPIEGEL (Ausgabe 10/2008, "Entzauberte Glückspillen") zur  mangelnden Wirksamkeit von selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) in der Behandlung von leichten bzw. mittelschweren Depressionen war der Anlass für einen Leserbrief, den Heinrich Bertram im Namen des VPP-Bundesvorstands am 20.3.2008 an die SPIEGEL-Redaktion geschickt hat. Darin heißt es:

"Anlässlich der neu entfachten Diskussion um die Wirksamkeit von Antidepressiva in der Behandlung akuter Depressionen möchten wir nachdrücklich darauf aufmerksam machen, dass die Verordnung von antidepressiven Arzneien in ein umfassendes psychotherapeutisches Konzept eingebunden sein sollte. In Ihrem Beitrag haben wir den Hinweis vermisst, dass ein Großteil der Depressionsbehandlung in der Verantwortung von Psychologischen Psychotherapeuten stattfindet und nicht allein in psychiatrisch geführten Praxen und/oder Kliniken.
Im Bereich der stationären Akutbehandlung depressiver Störungen ist es immer noch gängige Krankenkassen-Praxis, die Behandlungskosten nur dann anzuerkennen, wenn eine medikamentöse Einstellung erfolgt. Eine Behandlung, bei der die Psychotherapie im Vordergrund steht, gilt als Reha- und nicht als Akutbehandlung. Der VPP stellt diese Praxis besonders im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion um die Wirksamkeit von SSRI sehr in Frage. Patienten sollten auch im Akutkrankenhaus das Recht auf eine Behandlung unter psychotherapeutischer Leitung haben, in dessen Rahmen die Notwendigkeit des Einsatzes von Psychopharmaka abzuklären ist."

Karin Dlubis-Mertens
VPP-Öffentlichkeitsarbeit

21.3.2008

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