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Ein anderer Umgang mit Sterben und Tod

Nationale Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Vorbereitung

Dr. Daniela Tausch zu Gast beim VPP

Eine nationale „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen“ ist das Ziel eines Kommunikationsprozesses, zu dessen Auftakt die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband und die Bundesärztekammer am 3. September Vertreter von 130 Organisationen, darunter den BDP und die Bundespsychotherapeutenkammer, nach Berlin eingeladen hatten. „Im Zentrum aller Überlegungen steht der sterbenskranke Mensch mit seinen spezifischen körperlichen, seelischen, sozialen und spirituellen Problemen - seiner Identität, seinem Umfeld, seiner Würde und selbstverständlich auch seinen Rechten“, betonte Prof. Christof Müller-Busch, Präsident der DGP, laut Mitteilung der Fachgesellschaft.

Trotz der Entwicklung der Palliativmedizin, der Hospizbewegung und dem Aufbau von bundesweit mehr als jeweils 160 Hospizen und Palliativstationen und eines Netzes an ambulanten Versorgungseinrichtungen werden „viele der schwerstkranken und sterbenden Menschen von diesen Angeboten nicht erreicht; sie leiden unter Schmerzen und anderen schweren Symptomen und fühlen sich häufig an ihrem Lebensende alleingelassen“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Charta soll nach Bekunden der Veranstalter den Verantwortlichen in Politik und Gesundheitswesen Entscheidungsgrundlagen für Weiterentwicklungen in der Palliativversorgung liefern, die sich nach den tatsächlichen Bedürfnissen unheilbarkranker und sterbender Menschen richten.

Der VPP im BDP möchte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit unterstreichen,  Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten mit einer entsprechenden Fortbildung in die multiprofessionellen Palliativ-Care-Teams einzubeziehen. Nicht nur die Patienten, sondern auch ihre Angehörigen stehen im Angesicht des Sterbens und des nahenden Abschieds und Todes häufig unter einer hohen psychischen Anspannung. Schwerste Erkrankungen können von depressiven Störungen, Angst- und  Anpassungsstörungen begleitet sein oder diese und andere psychische Nöte zur Folge haben.

Die Bundespsychotherapeutenkammer hat in einer Stellungnahme Anfang des Jahres dargelegt, inwiefern psychotherapeutischer Sachverstand in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung unerlässlich ist, um eine „qualitätsgesicherte Versorgung psychischer Erkrankungen von Palliativpatienten“ zu gewährleisten. Palliativpsychotherapeutische Fortbildung wird z.B. von der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen angeboten.

Aktuell weist der VPP auf eine Veranstaltung hin, zu der der VPP-Landesfachverband Bayern am 29.11. im Rahmen seiner Mitgliederversammlung einlädt: Dr. Daniela Tausch, Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin, zehn Jahre lang Initiatorin und Leiterin des Stuttgarter Hospiz-Dienstes, wird in München einen Vortrag halten zum Thema „Ein anderer Umgang mit Sterben und Tod“.

10.9.2008

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