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Berliner Bündnis setzt sich ein für Verfahrensvielfalt

Kriz: Verfahrensübergreifende Grundausbildung wichtig
Vertiefte Ausbildung in einem Verfahren
Spitzenkandidat Bertram: Dringender Reformbedarf bei Psychotherapie-Richtlinen - Noch bis zum 23. Juni: Kammerwahlen in Berlin 

Warum es der Vielfalt der psychotherapeutischen Ansätze in einem integrierten Theoriekontext bedarf, machte Professor Dr. Jürgen Kriz, Osnabrück, auf einer Wahlveranstaltung des „Berliner Bündnis für psychische Gesundheit“ deutlich. Bei dem von ihm entwickelten Vier-Säulen-Modell (Psychodynamische Verfahren, Verhaltenstherapeutische Verfahren, Humanistische und Systemische Therapieverfahren) sei „nicht die Zahl 4 entscheidend“, sondern das Prinzip der „methodenübergreifenden Grundausbildung“ unter einem gemeinsamen Theoriedach.

Ziel sei der Erwerb der sogenannten Passungskompetenz, das heißt, im Rahmen der Ausbildung eine grundlegende Ahnung zu entwickeln, was andere Psychotherapeuten anbieten. Das bedeute jedoch nicht, die Vielfalt des therapeutischen Vorgehens zu vereinheitlichen, denn man könne zwar den Therapieprozess „in vier verschiedenen Sprachen“ beschreiben, aber „kein Therapeut kann all diese Aspekte handlungsrelevant im Kopf haben“. Deshalb und wegen der „Beheimatung der Therapeuten“ sei die vertiefte Ausbildung in einem Verfahren wichtig. Die vier Grundorientierungen, die sich historisch herausgebildet haben, spiegeln nicht nur die psychotherapeutischen „Schulen“ wider, sondern ebenso „die Pluralität der Werte und Weltbilder von Patienten“. Nur mit Hilfe der Vielfalt der psychotherapeutischen Ansätze sei die Passung in dem komplexen Geflecht zwischen Patient und Therapeut, zwischen Beschwerdebild und Behandlungsmodell und diversen weiteren Aspekten einer psychotherapeutischen Beziehung zu erhöhen. 

Jürgen Kriz war fünf Jahre lang Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie und hat zum jüngsten Methodenpapier des Beirats ein wichtiges Minderheitenvotum abgegeben.

Die tatkräftige Unterstützung und Weiterentwicklung der bestehenden Vielfalt im psychotherapeutischen Vorgehen und in der psychotherapeutischen Kompetenz - also auch der Verfahrensvielfalt - hat sich das „Berliner Bündnis für Psychische Gesundheit“ in den laufenden Wahlen zur Delegiertenversammlung der Berliner Psychotherapeutenkammer auf die Fahne geschrieben, wie Spitzenkandidat und VPP-Bundesvorsitzender Heinrich Bertram im Anschluss an den Vortrag von Professor Kriz erläuterte. Die derzeit gültigen Psychotherapie-Richtlinien seien dringend so zu ändern, dass „verfahrensübergreifendes Arbeiten möglich und nicht länger ausgeschlossen ist“.

Noch bis zum 23. Juni laufen die Brief-Wahlen zur Delegiertenversammlung der Berliner Psychotherapeutenkammer. Für den VPP im BDP kandidieren auf der Liste des „Berliner Bündnis für psychische Gesundheit“ neben den SpitzenkandidatInnen Heinrich Bertram, Manfred Thielen und Eva Schweitzer-Köhn 14 weitere VPP-Aktive. Die Berliner Kammer hat ca. 3330 Mitglieder.

www.vpp.org/meldungen/09/90531_wahlveranstaltung.html
www.vpp.org/mitglieder/report/2009/05/02.html

 

16.6.2009

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