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Ein Tropfen auf den heißen Stein: 177 neue Sitze für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten bundesweit

Am 16.02.2012 beschloss der  G-BA (Gemeinsame Bundesausschuss Ärzte und Krankenkassen) den Anteil der kassenzugelassenen Psychotherapeuten für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie künftig zu erhöhen. Geplant ist die Schaffung von 177 neuen Kassensitzen. Die Regelung liegt dem BMG (Bundesministerium für Gesundheit) vor und wird voraussichtlich zum 1.1.2013 in Kraft treten, da in der Zwischenzeit die Bedarfsplanung grundsätzlich überarbeitet wird.
„Die Zahlen werden eine geringfügige Verbesserung der unzureichenden psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen bringen“, sagte Eva-Maria Schweitzer-Köhn, VPP-Vorsitzende. „Es war überfällig hier zu handeln und die Zahlen anzupassen.“
Schon seit 2009 existiert eine Mindestquote für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie zur Verbesserung der Versorgung. Mindestens 20 Prozent aller Kassensitze für Psychotherapeuten soll von Psychotherapeuten besetzt sein, die ausschließlich Kinder und Jugendliche behandeln. Der G-BA zählte bisher Psychotherapeuten, die eine Zulassung sowohl für die Behandlung von Erwachsenen als auch von Kindern haben, so als ob sie dies jeweils hälftig erfüllen. Dem ist jedoch nicht so. Aus den Daten der Kassenärztlichen Vereinigungen geht hervor, dass die meisten dieser Kollegen mit Zulassung für beide Gruppen sich eher der Behandlung von Erwachsenen widmen als der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Nun wurde festgelegt, dass diese Leistungserbringer nur dann für die Berechnung herangezogen werden können, wenn sie tatsächlich mindestens zu 90 Prozent Kinder und Jugendliche behandeln.

www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/433/

Uschi Grob, Fachreferentin des VPP

18.2.2012

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