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Psychotherapeutische Versorgung verbessern

Resolution verabschiedet bei der Vertreterversammlung des VPP am 23.09.2012

Der VPP fordert den G-BA auf, bei der Überarbeitung der Bedarfsplanung den speziellen psychotherapeutischen Bedarf angemessen zu berücksichtigen.
Die derzeitige Bedarfsplanung beruht auf einem historischen Planungsfehler: Der G-BA ermittelte im Jahr 1999 die zulässige Anzahl niedergelassener Psychotherapeuten nicht auf der Basis der Häufigkeit der psychischen Erkrankungen, sondern zählte die durchschnittliche Zahl der psychotherapeutischen Praxen in Kreisen und Städten und erklärte dies zur Höchstgrenze. Dadurch wurde die damals schon bestehende Unterversorgung fest- und fortgeschrieben.
Krankenkassenreports zeigen den steigenden Bedarf und Wartezeitenstudien zeigen den jetzt schon bestehenden Mangel an psychotherapeutischer Versorgung. Die viel zu langen Wartezeiten zur ambulanten Psychotherapie führen dazu, dass sich psychische Erkrankungen verschlimmern oder chronifizieren und dadurch Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit verursachen und mehr PatientInnen als notwendig Psychopharmaka erhalten oder in Krankenhäusern behandelt werden müssen.
Qualifiziert ausgebildete PsychotherapeutInnen stehen in ausreichender Zahl zur Verfügung und könnten jederzeit die notwendige Versorgung übernehmen! Die Honorare für die zusätzlichen Praxen müssen additiv zur morbiditätsorientierten Gesamtvergütung finanziert werden. Das ist gut investiertes Geld, denn: jeder in die Psychotherapie investierte Euro erbringt einen Nutzen von 2 bis 4 Euro (Ergebnis des TK-Qualitätsmonitoring). Bis zum in-Kraft-treten einer echten Versorgungsplanung sind die unzumutbaren Wartezeiten durch die Anwendung der Kostenerstattung nach § 13,3 SGB V abzufedern.

23.9.2012

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