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Änderungen der Psychotherapie-Richtlinie

VPP begrüßt Erleichterungen bei der Gruppenpsychotherapie

Im Juni traten zwei durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in seiner Sitzung am 18. April 2013 beschlossene Änderungen der Psychotherapie-Richtlinie in Kraft.
Zum einen betrifft dies die Verringerung der Mindestteilnehmerzahl in der tiefenpsychologisch fundierten und analytischen Gruppentherapie von Kindern und Jugendlichen: Auf Grundlage einer Expertenbefragung wurde die Vorgabe von mindestens sechs Teilnehmern auf drei Teilnehmer reduziert. Begründungen seien die altersspezifischen Entwicklungsbedingungen von Kindern und Jugendlichen und behandlungstechnische und krankheitsspezifische Modifikationen bei bestimmten Diagnosen, wie etwa ADHS, Autismus oder Dissoziale Verhaltensstörungen.
Zum anderen trat eine neue Regelung in Kraft, dass eine Verhaltenstherapie (VT) auch als Gruppentherapie allein (und nicht nur in Verbindung mit einer Einzeltherapie) werden kann. In der Begründung dieser Änderung der bisherigen Regel heißt es, dass zum Zeitpunkt der Erarbeitung der Psychotherapie-Richtlinie davon ausgegangen worden sei, dass es keine stringent ausgearbeiteten Konzepte für die verhaltenstherapeutische Gruppentherapie gebe. Daher sei festgelegt worden, dass eine entsprechende Gruppentherapie immer nur in Kombination mit einer Einzeltherapie durchgeführt werden könne. Allerdings entspreche diese Festlegung inzwischen nicht mehr dem aktuellen Stand der Entwicklung der verhaltenstherapeutischen Gruppentherapie. Mitunter könnten Einzelgespräche die Gruppenpsychotherapie sogar eher stören statt fördern (zum Beispiel in der interaktionellen Verhaltenstherapiegruppe).
Dank der entsprechenden Änderung der Richtlinie ist es nun zulässig, abhängig von dem aktuellen Krankheitszustand der Gruppenmitglieder sowohl Gruppentherapie und Einzeltherapie zu verbinden, als auch Gruppentherapien ohne zusätzliche Einzeltherapie durchzuführen. Der VPP begrüßt diese Erleichterung und Vereinfachung der Durchführung von Gruppentherapien, die manchmal inhaltlich gut begründet wären, aber leider oft an den bürokratischen Bedingungen scheiterten.

Lesen Sie mehr: www.g-ba.de/informationen/beschluesse/1698/

Susanne Koch
Öffentlichkeitsreferentin des VPP

28.6.2013

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