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Statement von Eva-Maria Schweitzer-Köhn zum Aktionstag

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich begrüße Sie alle sehr herzlich auch im Namen der Veranstalter und der unterstützenden Verbände hier in Berlin und danke Ihnen, dass Sie sich auf den - für manche weiten - Weg gemacht haben zu diesem bundesweiten Aktionstag für gerechte Honorare für die Psychotherapie!
Zu diesem Aktionstag hat ein sehr breites Bündnis von Berufsverbänden aufgerufen:
es sind die Verbände der Psychologischen PsychotherapeutInnen und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen, der ärztlichen PsychotherapeutInnen, der FachärztInnen für psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie der Psychiater und Nervenärzte und der PsychotherapeutInnen in Ausbildung. Damit ist ein großartiges Bündnis all der Fachgruppen gelungen, deren Gemeinsamkeit die zuwendungsintensive Behandlung der Patientinnen und Patienten ist.
Diese zuwendungsintensive Behandlung wird nach wie vor und fortwährend ungerecht schlecht vergütet, sodass PsychotherapeutInnen sich seit Jahren am unteren Ende der Einkommensskala der Arztgruppen befinden, gleich gefolgt von den Psychiatern.
Dabei wissen wir, dass Psychotherapie hilft, das ist vielfach belegt und  dass Psychotherapie  Kosten spart an anderer Stelle im Gesundheitssystem. Der Bedarf ist da und ist groß. Das erleben wir tagtäglich in unseren Praxen.
Die PatientInnen sollen schnelleren Zugang zu psychotherapeutischer Hilfe bekommen. Das ist eine Forderung  an uns. Das wollen wir gerne leisten, aber dafür müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden!
15 Jahre ist das erste 10-Pfennig-Urteil her, das PsychotherapeutInnen vor dem Bundessozialgericht erstritten haben und immer noch kommen die Gremien der gemeinsamen Selbstverwaltung ihrer Pflicht nicht nach, die Angemessenheit der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen zu überprüfen und für eine gerechte Honorarverteilung zu sorgen.
Unsere Rechte werden fortwährend missachtet! Wir sind nach wie vor gezwungen, regelmäßig Widersprüche gegen die Honorarbescheide einzulegen und in jahrelangen Gerichtsprozessen unsere Rechte einzuklagen.
Es reicht!
PsychotherapeutInnen könnten selbst mit maximal ausgelasteter Praxis nicht den kalkulatorischen Arztlohn erreichen, der dem EBM zugrunde liegt. Ähnlich geht es den Psychiatern.
Wir fordern: Gleiches Geld für gleiche Leistung!
Wir fordern jetzt von der Politik, die gerechte Honorierung der zeitgebundenen psychotherapeutischen Leistungen endlich eindeutig zu regeln. Wir brauchen den gesetzlichen Schutz für alle zeitgebundenen Leistungen.
Wir fordern: Honorargerechtigkeit: Jetzt!

Eva Schweitzer-Köhn

29.9.2014

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