Startseite
TwitterTwitter

Kontakt

Mitgliederservice

VPP-Mitglied werden

Honorarwiderspruch

Telematik

VPP Newsletter

Fortbildungen

Praxisbörse für Mitglieder

Jobbörsen

Login für den Mitgliederbereich:

Mitgliedsnummer:

Passwort:
(Geburtsdatum TT.MM.JJJJ)

Psychotherapie bei Schizophrenie: Änderung der Psychotherapie-Richtlinie

Laut einer Meldung der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) passte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 16. Oktober 2014 die Psychotherapie-Richtlinie dem aktuellen Forschungsstand an und erklärte: Psychotherapie ist bei Schizophrenie, schizotypen oder wahnhaften Störungen sowie bei bipolaren affektiven Störungen uneingeschränkt indiziert.

In § 22 der Psychotherapie-Richtlinie regelt der G-BA die Indikationen, bei denen ambulante Psychotherapie zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung erbracht werden kann. Laut § 22 Abs. 2 Nr. 4 galt dies bisher lediglich für die „psychische Begleit-, Folge- und Residualsymptomatik psychotischer Erkrankungen“. Diese Regelung entspricht allerdings nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft, denn klinische Studien zeigen, dass Psychotherapie in allen Phasen der Erkrankung, auch in der akuten Phase, wirksam ist. Auf seiner 49. öffentlichen Sitzung am 16. Oktober 2014 stimmte der G-BA, laut Meldung der BPtK, nun einem entsprechenden Beschlussentwurf des Unterausschuss Psychotherapie zu: Psychotherapie sei demnach bei „schizophrenen und affektiven psychotischen Störungen“ indiziert.

Damit stellt der G-BA klar, dass schizophrene und affektive psychotische Störungen und insbesondere auch die Kern- bzw. Akutsymptomatik psychotischer Störungen mit ambulanter Psychotherapie behandelt werden können. In Zukunft profitieren betroffene Patienten folglich in allen Phasen ihrer Erkrankung von einer (ambulanten) psychotherapeutischen Begleitung. Ein Schritt, den der VPP als für die Versorgung der Betroffenen sehr wichtig und angemessen begrüßt.

21.10.2014

IMPRESSUM | DATENSCHUTZ