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Dialog zur Weiterentwicklung der Hilfen für psychisch erkrankte Menschen

Bericht vom vorbereitenden Treffen am 27.03.19 in Berlin

Erneut war das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in Kooperation mit der Aktion Psychisch Kranke e. V. (APK) am 27.03.19 Gastgeber im Rahmen des Dialogs zur Weiterentwicklung der Hilfen für psychisch erkrankte Menschen. Generelles Ziel des Dialogs sei eine Standortbestimmung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung. In Berlin fand hierzu ein vorbereitendes Treffen der interessierten Fach-, Berufs- und Wohlfahrtsverbände statt. Knapp 40 VertreterInnen folgten der Einladung, viele hatten im Vorfeld bereits Stellungnahmen zu den gewünschten Inhalten des Dialogs eingereicht. Mit der Veranstaltung sollte eine Einführung in die Thematik gegeben und Multiplikatoren gesucht werden.
Prof. Dr. Fegert, stellvertretender Vorsitzender der APK, eröffnete die Veranstaltung und betonte die Netzwerkarbeit für ein gutes Gelingen des Dialoges: „Versorgung kann nur mit einer guten Schnittstellen- und Vernetzungsarbeit funktionieren.“ Auch das Engagement und die Selbstpartizipation der Beteiligten wurde für den Erfolg des Projektes gefordert.
Das Konzept des Dialoges wurde vorgestellt. Inhaltlich werde es ab Frühjahr 2019 im halbjährlichen Rhythmus zu folgenden Themen Dialogforen geben:
1. Versorgungsbereiche ambulante/stationäre Behandlung und medizinische Reha: Insbesondere Notfallversorgung und Krisenhilfe
2. Selbstbestimmung und Partizipation: Vermeidung von Zwang; Stärkung der Selbsthilfe, Einbeziehung von Psychiatrieerfahrenen und Angehörige
3. Zielgruppenspezifische Versorgungsfragen: Ältere Menschen, pflegebedürftige Personen, psychosomatische Behandlung, selbst- und fremdgefährdendes Verhalten
4. Personenzentrierte Versorgung - Vernetzung und Kooperation: Abkehrung von Insellösungen, Perspektiven sektorübergreifender Behandlung, integrierte Versorgung, stationsäquivalente Behandlung, integrierte Behandlungs- und Rehabilitationsplanung
5. Zusatz „Workshop Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen
Die Dialoggruppen, bestehend aus 30 ständigen Mitgliedern, die vom BMG berufen werden, sind Teilnehmer der Dialogforen, zu denen auch ExpertInnen eingeladen werden. Durch eine Lenkungsgruppe (8 Mitglieder der Dialoggruppe) und die APK werden hieraus Themen priorisiert und gefiltert. Ein Bericht mit konkreten Handlungsvorschläge für die Politik werde angefertigt. Unterschiedliche Beteiligungsformate wie Stellungnahmen, Eingaben, Arbeitstreffen, Arbeitsgruppen von Leistungsträgern, VerbändevertreterInnen, ExpertInnen aus Wissenschaft, Praxis und Erfahrung seien ausdrücklich gewünscht und sollen so gut wie möglich Beachtung in den Dialogforen finden. Auf der Internetseite www.psychiatriedialog.de, die nun online ist, könne sich informiert und Kontakt gesucht werden.
In einer offenen Fragenrunde der VertreterInnen von Fachverbänden an die APK und das BMG wurde sich seitens der VertreterInnen mehr Information gewünscht und seitens der APK und des BMGs aufgrund begrenzter Ressourcen mehr Eigeninitiative gefordert. Eine Abwarte-Haltung sei nicht angebracht. Würde sich von allen Seiten aus engagiert, dann könne der Dialog auch eine Chance für Gesetzesänderungen darstellen.
Am Nachmittag wurden konkrete Wünsche zum 1. Forum „Versorgungsbereiche“ gesammelt, die so vielfältig wie die anwesenden Verbände waren. Insbesondere der Wunsch nach niedrigschwelligen Angeboten und einer entsprechenden Finanzierung wurde deutlich.
Mit dem Dialog startete die APK und das BMG ein Koordinations-Mammutprojekt, dass jedoch das Ziel der niedrigschwelligen Gesamtpartizipation hat. Konkrete Ideen und Vorschläge sind willkommen und bieten eine Chance der Bottom-Up-Politik.

Zum Weiterlesen: Informationsblatt

Julia Zick

29.4.2019

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