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Höhere Nachfrage bei Sprechstunden und Akutbehandlung - Antwort der Bundesregierung

Bundesregierung antwortet: Höhere Nachfrage bei Sprechstunden und Akutbehandlung – Wartezeiten auf Richtlinienpsychotherapie nicht einschätzbar

Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion zu den „Auswirkungen der Psychotherapie-Richtlinie-Reform und des TSVG auf die psychotherapeutische Versorgung“ (Bundestags-Drucksache 19/21716) vom 18.08.2020 liege dem Deutschen Ärzteblatt vorab vor. Die Bundesregierung beziehe ihre Informationen hauptsächlich aus den Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).
Demnach würden seit der Strukturreform der ambulanten Psychotherapie im April 2017 Psychotherapeutische Sprechstunden und Akutbehandlungen zunehmend nachgefragt. Waren es 2017 4,35 Mio. Sprechstunden, seien 2018 bereits 7 Mio. und 2019 7,7 Mio. gewesen. Die Anzahl der durchgeführten Akutbehandlungen lag 2017 bei einer Million, 2018 bei 2,3 Mio. und 2019 bei 2,7 Mio. Auch die Zahlen der Vermittlungswünsche nach Sprechstunde, Akutbehandlung und Probatorik durch die Terminservicestellen (TSS) seien in dieser Zeit gestiegen, insgesamt würden aber nur 1,5% aller Termine durch die TSS vermittelt.
Einer Schätzung der KBV nach seien 30% der Patienten und Patientinnen anschließend an die Sprechstunde auch in eine Richtlinienpsychotherapie bei derselben Psychotherapeutin oder demselben Psychotherapeuten gekommen. Konkrete Zahlen oder ein Wissen darüber, was mit den anderen 70% passiere, gebe es jedoch nicht.
Auch die Frage der durchschnittlichen Wartezeit zwischen Erstkontakt und Richtlinienpsychotherapie habe die Bundesregierung nicht beantworten können. Dies kritisiere Wieland Schinnenburg, Mitglied der FDP-Fraktion im Ausschuss für Gesundheit. Er fordere die Bundesregierung und Selbstverwaltung auf, eine Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung und eine Verkürzung der Wartezeiten auf Therapieplätze auf unter zwei Wochen zu zeitnah zu erwirken. Hierbei unterstützt er erfreulicherweise nicht kassenzugelassene Praxen, indem er eine unbürokratische Einbeziehung von approbierten Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen ohne Kassenzulassung oder eine Abschaffung der Bedarfsplanung als mögliche Lösungen fordert.

Julia Zick

26.9.2020

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