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Gesetzeslücken des PsychThG

Das PsychThG hat in Hinblick auf die Ausbildung zum Psychotherapeuten/ zur Psychotherapeutin 4 Eigenheiten, auf die wir hinweisen wollen:

  1. Obwohl es sich faktisch um eine postgraduale Weiterbildung handelt, die einen akademischen Abschluss als Vorraussetzung hat, handelt es sich rechtlich gesehen um eine Ausbildung. Aus fachlicher Sicht wäre dieser Lernabschnitt am ehesten mit der Weiterbildung der Ärzte zum Facharzt vergleichbar.
  2. Obwohl das Gesetz eine Ausbildung regelt, schließt es im § 7 des PsychThG das Berufsbildungsgesetz (BBiG) aus, das die Rechte und Pflichten von gewöhnlichen Auszubildenen regelt. Daraus ergibt sich unser “rechtloser” Status während der Ausbildung. D.h. PiA fallen durch alle Raster. Trotz voller erbrachter Arbeitsleistung haben PiA neben dem fehlenden Gehalt keinen Anspruch auf Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung durch den Arbeitgeber. Bafög kommt nur 0,7 % der PiAs zugute. Es besteht kein Anrecht auf eine angemessene Vergütung der praktischen Tätigkeit, es gibt keinen Urlaubsanspruch, keine gesetzlichen Schwangerschaftsregeleungen oder Kündigungsfristen. Für PiA sind diese Themen Sache individueller Vereinbarungen.
  3. Die Ausbildung besteht aus 3 Teilen, von denen nur einer finanziert ist. Der Theorieteil muss privat getragen werden. Die 1800 Std. “Praktische Tätigkeit” müssen nicht selten ganz oder teilweise privat finanziert werden (obwohl unsere Arbeitsleistung durchaus von den Krankenhäusern abgerechnet wird). Nur die 600 Std. superviderte Therapiestunden werden gesellschaftlich, also durch die volle Kostenübernahme der Krankenkassen refinanziert. Aufgrund der Kostspieligkeit der Ausbildung kommt es einer sozialen Selektion bei den Ausbildungsteilnehmer/-innen.
  4. Die neuen Abschlüsse, die durch die Bologna-Reform entstanden sind, werden bei den gesetzlichen Zugangsvoraussetzungennicht berücksichtigt. Dies führt bei den verschiedenen Landesprüfungsämtern zu einer sehr heterogenen und schwer vorhersehbaren Zulassungspraxis.

 

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