­ ­ ­
­ Liebe Leserinnen und Leser,
 
wir wünschen Ihnen zum Beginn der Adventszeit wieder eine spannende Lektüre unseres aktuellen Newsletters. Bitte beachten Sie: Da das Redaktionsteam eine kurze Winterpause einlegt, erscheint der nächste VPP-Newsletter erst am 1. Februar 2021.
 
Wir wünschen allen Mitgliedern und Interessierten einen schönen Advent, fröhliche Feiertage, gute Erholung und einen guten Start in das Jahr 2021. Bleiben Sie gesund!
 
Ihr VPP-Vorstand
­
­ ­ ­
­
­
­
­
­
­
­
­
­ ­ ­
­ ­ ­
­
­
­
­
­ ­ ­
­ ­ ­
­
­
Neues aus dem VPP
­
­
­
­
­ ­ ­
­
­
Einführung der elektronischen Patientenakten (ePA)
Die elektronische Patientenakte soll zum 1. Januar 2021 kommen. Das gilt allerdings erstmal nur für 100 Testbetriebe. Für die niedergelassenen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten geht es im 2. Quartal 2021 los. Wir holen gerade für Sie Informationen über die technische Umsetzung ein und werden Sie umgehend darüber informieren. Außerdem werden wir rechtzeitig zum Start der elektronischen
­
­
­
­
Patientenakte Informationsmaterial für Patientinnen und Patienten vorlegen. Offiziell sind die Krankenkassen zwar für die Aufklärung zuständig, aber wir sehen es als unsere Pflicht an, Patientinnen und Patienten bei einer aufgeklärten Entscheidung über die Nutzung der ePA zu unterstützen. Lesen Sie zum Thema auch den Beitrag von Susanne Berwanger in der Dezember-Ausgabe der „VPP aktuell“, die Mitte Dezember erscheinen wird
­
­
­ ­ ­
­ ­ ­
­
­
Geschafft: Ungerechtfertigte TI-Honorarabzüge trotz fristgerechter Bestellung werden zurückerstattet
Der VPP hatte hierzu den Rechtsweg beschritten und einen juristischen Musterfall mit einem VPP-Mitglied begonnen. Erfolgte TI-Honorarabzüge, die trotz fristgerechter Bestellung erfolgt waren, werden zurückerstattet.
­
­
­ ­ ­
­ ­ ­
­
­
VPP kritisiert den Entwurf zum „Digitale Versorgung und Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG)
Immer mehr Daten sollen nun ausschließlich in die elektronische Patientenakte (ePA) kommen. Die bisherige Zusage, dass die Nutzung der 2021 startenden ePA freiwillig ist, wird damit untergraben. Auch digitale Gesundheitsanwendungen (DiGas) wie z. B. Stimmungs- oder Kopfschmerztagebücher sollen mit der ePA verknüpft werden, obwohl im PDSG-Gesetz die Forschungsdatenspende auch für Dritte freigeschaltet wurde. Der VPP fordert daher: Keine Daten zur Psychotherapie in die ePA! Hier finden Sie unseren Kommentar.
 
­
­
Tabakwerbung: Keine E-Zigaretten-Werbung für Jugendliche – oder doch?
Der VPP kritisiert die nach unserer Auffassung unmoralische Werbestrategie der Zigarettenindustrie, bei der bundesweit kostenlose Gratisproben von Tabakerhitzern bestellt werden können. Hier lesen Sie unsere Pressemitteilung dazu.
­
­
­ ­ ­
­
­
Erste virtuelle Delegiertenkonferenz des BDP
Am 28. und 29. November 2020 tagte die Delegiertenkonferenz des BDP aufgrund der Corona-Pandemie erstmals virtuell. Das Programm war umfänglich und reichte von der Modernisierung der Satzung über die Ausgestaltung des 75-jährigen Jubiläums des Verbands bis hin zu Fragen nach einem würdigen Lebensende.

Erinnerung: VPP-Angebote zur kollegialen Intervision
Bei Interesse können Sie sich in unserem Forum für Mitglieder dazu austauschen oder sich auf der Plattform anmelden unter intervision-plattform@vpp.org. Achtung: Auch Neuzugelassene haben im Forum jetzt eine Rubrik!
­
­
­ ­ ­
­ ­ ­
­
­
Berufspolitik
­
­
­
­
­ ­ ­
­
­
­
Akut- und Telefontherapie in Coronakrise als Videobehandlung erlauben
Ein Ausweichen auf telefonische Behandlungen ist nur unzureichend in der Corona-Pandemie möglich, Akuttherapien per Video sind nach wie vor nicht erlaubt: Der VPP setzt sich hier ein.
­
­
­
­
­
Wir haben die KBV direkt angesprochen sowie die GKV-Spitzenvertretung erneut angeschrieben und fordern, Telefontherapie als Notlösung in Lockdown-Zeiten zu ermöglichen. Hier finden Sie die gültigen aktuellen Regelungen zum Thema.
­
­
­ ­ ­
­ ­ ­
­
­
G-BA-Beschlüsse Gruppenpsychotherapie
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 20. November 2020 Änderungen in der Richtlinie über die Durchführung der Psychotherapie (Psychotherapie-Richtlinie) beschlossen. Zukünftig sind antragsfreie Kurzgruppen (vier Sitzungen à 100 Minuten bzw. acht Sitzungen à 50 Minuten), probatorische Sitzungen in der Gruppe sowie Gruppen mit zwei Psychotherapeutinnen und/oder Psychotherapeuten möglich. Kritik gab es von der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) bezüglich unnötig komplizierter Regelungen, zu wenigen/kurzen Kurzgruppensitzungen und der Tatsache, dass die Probatorik während der Krankenhausbehandlung weiter ungeregelt bleibt.
­
­
­ ­ ­
­ ­ ­
­
­
Gefahr der Wiederbelebung des Regulationsparagrafen durch § 92 Nr. 6b SGB V
Nach der erfolgreichen Petition gegen die Abschaffung des freien Zuganges zur ambulanten Psychotherapie im Jahr 2018, warten wir ge- bzw. angespannt auf die „alternative” Ausarbeitung des G-BA zur berufsgruppenübergreifenden Versorgung schwer psychisch Erkrankter. Die Petition von 2018 wurde nun offiziell vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags abgeschlossen. Hier lesen Sie unseren Kommentar dazu.
 
­
­
Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) legte Ende Oktober einen neuen Referentenentwurf für das Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) vor. Kernregelungen sind ein erleichterter Zugang über die Terminservicestelle zur ambulanten vertragsärztlichen Behandlung für stationäre Patientinnen und Patienten, bei denen zwar ein ambulanter Behandlungsbedarf besteht, nicht aber ein Notfall, der eine sofortige Behandlung erfordert. Weiterhin soll bei der Vergütung der Terminservicestellen nachgebessert werden.
­
­
­ ­ ­
­ ­ ­
­
­
Terminservicestellen: Verpflichtende Meldungen von Sprechstunde, Probatorik und Akuttherapie
Immer mehr KVen setzen eine Meldepflicht für diese Leistungen um. Die Rechtsgrundlage ist nach Auskunft unseres Justiziars dafür leider gegeben. Bereits im Frühjahr 2020 hatten wir hierzu KVen angeschrieben. Teilweise wurden strengere Vorgaben gelockert. Hier finden Sie unsere Empfehlung.

Faire Praxissitzvergabe
Vier junge Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten aus Nordrhein-Westfalen fordern fairere Bedingungen bei der Vergabe von Kassensitzen und starten eine Petition. Bitte beachten Sie die Hinweise zu Petitionen von change.org.
­
­
­ ­ ­
­ ­ ­
­
­
Berufspraxis
­
­
­
­
­ ­ ­
­
­
BPtK-Studie – Präsenz- und Videobehandlung kombinieren
In einer neuen Studie der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) wird deutlich, dass sich Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten wünschen, flexibler Videobehandlung durchführen zu können. 88,5 Prozent können sich vorstellen, auch nach Ende der Corona-Pandemie Videobehandlungen weiterhin anzubieten. Allerdings will dies die Hälfte nicht mehr so häufig tun wie während der Pandemie. Es wird eine Kombination aus Präsenz- und Videobehandlung angestrebt, wozu aber in Deutschland die technischen Voraussetzungen noch ausgebaut werden müssten.
­
­
­
­
­ ­ ­
­ ­ ­
­
­
Das neue Fort- und Weiterbildungsprogramm 2021 für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ist da!
Die Deutsche Psychologen Akademie präsentiert ihr neues Seminarprogramm, das ab sofort online oder kostenlos als Broschüre erhältlich ist. Neben bewährten Klassikern zur Erweiterung therapeutischer Kompetenzen stehen viele neue Themen und spannende Fortbildungswochen auf dem Programm. So finden Sie im kommenden Jahr interessante Angebote zur Traumatherapie, Rehabilitationspsychologie, Hypnose, Achtsamkeit, Systemischen Therapie, Gesundheitsförderung und -prävention, Notfallpsychologie, u. v. m.
Hinweis: Für diese und alle weiteren Fort- und Weiterbildungsangebote unter www.psychologenakademie.de erhalten Sie 2021 als VPP-Mitglied attraktive Sonderkonditionen und einmalig einen Bonus von 50 Euro, der Ihnen bei der Buchung vom Endpreis abgezogen wird.
Mehr Informationen finden Sie unter www.psychologenakademie.de
­
­
­ ­ ­
­ ­ ­
­
­
Corona: Maskenpflicht auch in Praxen
Die Ärztekammer Hamburg betont noch einmal, dass auch in Praxen Maskenpflicht herrscht, sofern diese nicht gegen die Behandlung spricht. Ein Vermerk mit Begründung in der Akte ist ratsam. Eine kanadische Studie zeigt indes, dass die Befürchtung eines Sauerstoffmangels durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch für Ältere unbegründet sei.
 
­
­
Corona-Folgen: Kognition, Alterung, Depression und ein Anti-Depressivum als Lichtblick
In einer Londoner Studie mit ca. 85.000 Teilnehmenden ergaben sich Hinweise auf kognitive Defizite nach einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2.
Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
­
­
­ ­ ­
­
­
Projekt kvappradar.de gestartet
Therapeutinnen und Therapeuten können sich im Portal „kvappradar.de“ über digitale Gesundheitsanwendungen informieren und diese bewerten. Das Projekt wurde vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (ZI) ins Leben gerufen. Laut Eigenauskunft ist es 100 Prozent gemeinnützig und stellt bisher über 3.400 Gesundheitsapps vor.
­
­
­ ­ ­
­ ­ ­
­
­
Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten für „The Queer Black Therapy Fund“-Projekt gesucht
Die Initiative „Queer Black Therapy Fund” um Kemoy Jemmott sucht Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zur Zusammenarbeit, deren Kosten durch Krankenversicherungen übernommen werden, um mit schwarzen und queeren Menschen zu arbeiten. Behandelnde sollten ein Bewusstsein – Expertenwissen ist nicht vorausgesetzt – darüber haben, wie ethnische und sexuelle Identitäten die Lebenserfahrung eines Menschen beeinflussen können. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an queerblacktherapyfund@gmail.com.
 
­
­
Bericht vom BAG-Fachtag „Ambulanten Gruppenpsychotherapie – Erkenntnisse der BARGRU-Studie“
Am 7. November 2020 fand der Fachtag des Berufsverbandes der Approbierten Gruppenpsychotherapeuten (BAG) in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Gruppenanalyse und Gruppenpsychotherapie (D3G) statt. Die Ergebnisse der BARGRU-Studie (Barrieren von Gruppenpsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten gegenüber der ambulanten Gruppenpsychotherapie in der GKV) wurden vorgestellt. Für den VPP war Julia Zick vor Ort. Lesen Sie hier ihren Bericht.
­
­
­ ­ ­
­ ­ ­
­
­
Termine
­
­
­
­
­ ­ ­
­
­
­
­
­
Selbsthilfekoordination Bayern: Selbsthilfe informiert Psychotherapie
Unsere Kooperationsveranstaltungen mit der Selbsthilfe Koordinationsstelle Bayern zum Thema „Selbsthilfe informiert Psychotherapie“ findet am 10. Dezember 2020 digital statt. Hier finden Sie weitere Informationen dazu.
­
­
­ ­ ­
­ ­ ­
­
­
Refresher Psychotherapie: Autismus bei Erwachsenen
Am 10. Dezember 2020 findet die Veranstaltung mit dem Thema „Autismus bei Erwachsenen“ statt. Die Referentinnen Cornelia van den Hout und Johanna Thünker beleuchten das Thema aus systemisch-gestalttherapeutischer und aus verhaltenstherapeutischer Perspektive. Die Teilnahme ist exklusiv für VPP-Mitglieder. Hier gelangen Sie zur Anmeldung.
 
Virtual-Reality-Verfahren in der ambulanten Psychotherapie
Das kostenlose Webinar des Anbieters VirtuallyThere zum Thema „Expositionen & mehr: Wie Du Deine Patienten mit Virtual Reality unterstützen kannst“ findet am 29. Dezember 2020 um 15 Uhr statt. Die Veranstaltung ist von der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg anerkannt. Anmeldung und weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
 
BDP Expert Talk „Resilienz in der Klimakrise“
Diskutieren Sie mit Dr. Dipl.-Psych. Felix Peter am 13. Januar 2021, ab 19 Uhr, online zu folgenden Fragen: Inwiefern taugt das Konzept der Resilienz, Individuum und Gesellschaft dabei zu unterstützen, mit der Bedrohung durch den Klimawandel adaptiv umzugehen? Welche Resilienzfaktoren sind vielversprechende Ansatzpunkte und wie können sie auf der individuellen und kollektiven Ebene verstärkt werden? Inwiefern ist es sinnvoll bzw. notwendig, adaptive von transformativer (Klima-)Resilienz zu unterscheiden? Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
 
VPP-Symposium „Gerechte psychotherapeutische Versorgung“
Das Symposium findet in Berlin am 23. Januar 2021 von 10:30 bis 16 Uhr statt. Der VPP lädt Vertreterinnen und Vertreter aus der Gesundheitspolitik, der Versorgung sowie der Betroffenen ein, um ihre Perspektiven auf die psychotherapeutische Versorgung in Deutschland darzustellen und zu diskutieren. Das Ziel der Veranstaltung soll eine gemeinsame Perspektive für die Verbesserung der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland sein. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier. 

Soziale Beziehungen im Umbruch – Psychotherapie im Umbruch
Vom 11. bis zum 23. April 2021 laden die Lindauer Psychotherapiewochen zu ihren Fortbildungswochen ein. Die Veranstaltenden gehen davon aus, dass eine Hybridtagung mit Präsenzveranstaltungen in Lindau möglich sein wird, die mit Online-Anteilen inkl. Live-Streaming realisiert werden kann. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier. 
­
­
­ ­ ­
 
 
 
­ ­ ­
­
­ ­ ­
­
­
­ ­ ­
­
­
Post erwünscht

Für den kommende Newsletter freuen wir uns auf interessante Veröffentlichungen, Artikel und Veranstaltungshinweise.

Senden Sie diese gern bis 26. Januar 2021 an newsletter@vpp.org 
­
­